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23 DK-II-Deponien in Norddeutschland

Der Betreiber argumentiert, der Bedarf für eine weitere DK-II-Deponie sei „da". Die Realität: Das Netz ist bereits dicht – besonders rund um Peine.

Die vier nächsten zu Peine: Watenbüttel (15 km), Diebesstieg/Salzgitter (23 km), Heinde/Bad Salzdetfurth (29 km) und Bornum/Wolfenbüttel (30 km). Wozu ausgerechnet 330 Meter vor unseren Häusern die 24.?

geplant: Berkum  ·  bestehende Anlagen, die DK-II-Material aufnehmen  ·  100-km-Radius um Berkum

Marker-Positionen teils approximiert anhand der Verwaltungsadresse des Betreibers (statt der eigentlichen Anlage). Stand: Mai 2026. Korrekturen gerne an deponieberkum@gmail.com.

Wer betreibt eigentlich die Deponie in Berkum?

Hinter der Betreiberfirma HK Rohstoff & Umwelttechnik GmbH & Co. KG stehen zwei Konzerne als Gesellschafter:

STRABAG SE

Internationaler Bau- und Industriekonzern mit Hauptsitz in Wien und Köln. Über die Tochter STRABAG Umwelttechnik GmbH (Düsseldorf) baut und betreibt der Konzern Deponien in ganz Deutschland und Europa. Standorte u. a. in Düsseldorf, Darmstadt, Bremen, Potsdam, Chemnitz, Dresden.

Quellen: strabag-umwelttechnik.com

Bettels-Gruppe (Hildesheim)

Familienunternehmen mit Sitz in Hildesheim, geführt von Knut Bettels. Zur Gruppe gehören u. a. Umweltdienste Kedenburg (Hildesheim, mit Standort in Bockenem-Schlewecke), SAV Südniedersächsische Aufbereitung und Verwertung, DIBA Entsorgung (Hohenhameln, ca. 10 km westlich von Peine) und Bettels Rohstoffe.

Eigenangabe: Die Gruppe betreibt mehrere Deponien der Klassen DK 0 und DK I im Raum Hannover / Hildesheim / Braunschweig – aber bislang keine eigene DK II.

Quellen: bettels.info, umweltdienste-kedenburg.de

Was bedeutet das? Berkum wäre für die Bettels-Gruppe der Einstieg in die Deponieklasse II – also in die zweithöchste deutsche Deponieklasse, in der Asbest, teerhaltiger Bauschutt, kontaminierte Böden und Rost-/Kesselaschen eingelagert werden dürfen. Diese Klasse erzielt deutlich höhere Marktpreise als DK 0/I. Der „Bedarf", den der Betreiber öffentlich begründet, ist aus Konzern-Sicht nachvollziehbar – aus regionaler Sicht angesichts 4 bestehender DK-II-Anlagen im 30-km-Radius und 10 im 100-km-Radius weniger.

Liste aller Standorte

# Land Bezeichnung Adresse Betreiber

Hinweis zu Standort Nr. 23 (Ihlenberg): Diese Anlage ist formal als Deponie der Klasse III genehmigt, nimmt aber regelmäßig auch DK-II-Material an. Sie zählt damit in der Praxis zum Aufnahmemarkt für DK-II-Abfälle in Norddeutschland und ist deshalb hier mit aufgeführt. – Die Liste basiert auf öffentlich zugänglichen Informationen der jeweiligen Betreiber und Landesbehörden; sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Korrekturen und Ergänzungen gerne an deponieberkum@gmail.com.